Strom im Minicamper: Tipps für Batterie und Solarpanel

Du hättest gerne Strom in deinem Minicamper? In diesem Beitrag stellen wir euch zwei unterschiedliche Lösungen für die mobile Stromversorgung im Minicamper vor: Eine einfache mit weniger Leistung und eine komplexere mit höherer Kapazität.

Es gibt unkomplizierte Fertiglösungen für die mobile Stromversorgung mit Solarpanels. Damit seid ihr schon relativ gut aufgestellt, wenn euch das Thema ansonsten zu kompliziert ist. Denn wenn ihr euch das selbst zusammenstellen wollt, kann es schnell etwas kompliziert werden.

Alternativ zu den Fertiglösungen sieht das Szenario der Stromversorgung ungefähr so aus: Ihr benötigt ein Solarpanel, einen Laderegler, eine Batterie und einen Wechselrichter.

Denn die Leistung des Solarpanels ändert sich in Abhängigkeit von der Sonneneinstrahlung. Damit die Batterie nicht kaputt geht oder sich entlädt, regelt der Laderegler den Ladevorgang und wird zwischen Solarpanel und Batterie geschalten.

Damit ihr von der 12V oder 24V Spannung Verbraucher wie bspw. einen Laptop betreiben könnt, benötigt ihr einen Wechselrichter für die am Netzteil benötigten 230 V Wechselspannung. All das muss gesichert sein (bspw.. Kurzschluss, Überlast, Tiefenentladung, …).

1. Einfache Komplettlösung mit relativ wenig Leistung: SUAOKI 150Wh

Die erste Variante ist eine platzsparende und einfache Komplettlösung, die dafür allerdings relativ wenig Leistung mitbringt, für viele auf kleinen Road Trips aber vielleicht schon ausreichend ist. Dazu würden sich z.B. die folgenden zwei Komponenten vom gleichen Hersteller eignen:

  • SUAOKI Power Station 150Wh
  • SUAOKI 60W Solar Ladegerät

Das ist für Smartphones, Tablets und im Notfall den Laptopbetrieb für wenige Ladungen ausreichend. Wer sich aber dauerhaft in der Kombination mit Strom versorgen möchte, der kommt schnell an seine Grenzen.

Praktisch bei dem Set ist daher vor allem die geringe Größe. Außerdem ist es möglich, die Batterie auch während der Fahrt über den Zigarettenanzünder oder ganz normal an der Steckdose aufzuladen. Die Kabel dazu befinden sich im Lieferumfang.

Zuletzt aktualisiert am 4. November 2020 um 05:32 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

Das könnte dich auch interessieren:

2. Alternative zur einfachen Fertiglösung mit Erklärung

Die Batterie ist bei solchen Power Stations in den meisten Fällen eine 12 Volt oder 24 Volt Batterie. Wir haben eine 12 Volt Batterie (Standard in PKW). Um die Batterie mit dem Solarpanel laden zu können, wird ein Solar Laderegler benötigt, welcher zum Solarpanel passt.

Hier gibt es derzeit zwei Klassen von Ladereglern: MPPT (teurer und effizienter – Ertragsmaximierung) und PWM.

Die Laderegler haben meist eine Leistungsobergrenze, die von der gewählten Spannung (12V oder 24V) abhängt, da diese nur eine bestimmte maximale Stromstärke behandeln können.

Ein 120 Watt Solarmodul in einem 12 Volt System benötigt also einen Laderegler mit einer eingehenden maximalen Solarleistung von mindestens 120 W bei 12 V Betrieb. Wenn man so etwas selbst konfiguriert: lieber etwas Puffer einplanen, so kann man später das System noch erweitern.

An den Laderegler werden Solarpanel und Batterie angeschlossen. Jetzt muss man sich aber noch Gedanken machen, wie man mit einer 12 V Batterie (Gleichspannung) beispielsweise einen Laptop betreiben kann, dessen Netzteile mit 100-230 V Wechselspannung betrieben werden.

Dafür benötigt ihr einen Wechselrichter, welcher in der Lage ist die entsprechende angeforderte Leistung des Laptops in der entsprechenden Wechselspannung zu liefern.

Je größer die angeforderte Leistung auf der Verbraucherseite ist, desto hochwertiger muss der Wechselrichter sein. Zudem sollte man nachlesen, wie die Sinuskurve der Wechselspannung durch den Wechselrichter aussieht (reiner Sinus vs. modifizierte Sinuswelle) und was die Netzteile vertragen.

Wie ihr seht, wird das schnell komplex und wer sowas selbst bauen möchte, sollte sich unbedingt genug Zeit nehmen, um keinen Schaden anzurichten.

Mobile Stromversorgung: Unsere hybride Lösung mit der SUAOKI 400Wh

Wir haben uns für folgende hybride Lösung entschieden. Alle Komponenten, die wir uns dafür zugelegt haben, findest du in der Übersicht mit einer kurzen Erklärung.

a) Batterie – SUAOKI 400Wh

Bei der Batterie haben wir uns für ein Gerät mit größerer Kapazität vom bekannten japanischen Hersteller SUAOKI entschieden. Anstelle von 150 Wh bei der kleineren Komplettlösung, die wir zuvor kurz vorgestellt haben, kommen wir hier bereits auf 400 Wh.

Voll geladen reicht das auch, um unterwegs Laptops oder Mini-Kühlschränke zu betreiben.

Kurz die wichtigsten Gründe, die für die SUAOKI 400Wh Batterie gesprochen haben:

  • 400 Wh Batterie
  • mit Steckdosen und USB Schnittstellen (Wechselrichter schon integriert)
  • LCD Anzeige über Leistung Input und Output sowie Ladezustand der Batterie
  • Integrierter MPPT-Laderegler (meine Version verträgt ein 120 W Solarpanel, darauf in der Beschreibung achten)
  • Anschluss des Solar Panels erfolgt mit Anderson Steckern
Zuletzt aktualisiert am 4. November 2020 um 05:32 . Wir weisen darauf hin, dass sich hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben können. Alle Angaben ohne Gewähr.

b) Solarpanel

Wir haben uns für folgendes Solarpanel entschieden: WATTSTUNDE® WS120SF SunFolder 120Wp Solartasche.

Auch an dieser Stelle kurz die wichtigsten Gründe, warum wir uns für dieses Solarpanel entschieden haben:

  • 120 Watt
  • mobil
  • zur Sonne hin ausrichtbar (hat massiven Einfluss auf den Wirkungsgrad)
  • faltbar
  • easy zu verstauen

c) Verbindung von Solarpanel zu Batterie:

Ganz wichtig: Hier müsst ihr aufpassen beim Stecksystem! Unser Solarpanel kam mit dem SVK4.5 SunFolder 5m Verlängerungskabel 2x4mm².

Unsere Batterie benötigt aber: Anderson PowerPoles als elektrische Steckverbindung. Den dafür notwendigen Stecker musste ich also selbst bauen.

1. Größe an der Batterie abmessen, habe sicherheitshalber mehrere Größen bestellt:

2. KFZ Kabel kaufen (Dicke entsprechend an der Leistung / Stromstärke orientieren sowie darauf achten, dass es nicht zu dick für die kleinen Anderson PowerPoles ist.

3. Kontakte für die PowerPoles an das KFZ Kabel crimpen. Dieses YouTube-Video erklärt sehr gut, wie das geht.

Fazit mobile Energieversorgung im Mini Camper

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie ihr eure Stromversorgung mit Batterie und Solarpanel auch unterwegs regeln könnt. Zwei davon haben wir euch in diesem Beitrag vorgestellt: Einmal einfach, mobil und etwas weniger Kapazität. Und die andere etwas komplexer selbst zusammengestellt mit der fast dreifachen Kapazität.

Wie habt ihr eure mobile Energieversorgung im Mini Camper gelöst? Habt ihr bessere Alternativen, wenn ja welche? Über einen Kommentar würden wir uns freuen!

Alle neuen Mini Camper Tipps im Newsletter

Erhalte die aktuellsten Infos über neue Artikel, Videos, Anleitungen, Tipps, Angebote und alles Wichtige rundum Project Mini Camper in unserem Newsletter.

Natürlich ist eine Abmeldung jederzeit möglich. Die Einwilligung umfasst die Hinweise zu Widerruf, Versanddienstleister und Statistik gemäß unserer Datenschutzerklärung.

Schreibe einen Kommentar